Augen nach Venezuela

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Augen nach Venezuela

    Der Staat Venezuela steht kurz vor einem Bürgerkrieg ubd der Kompletten Auflösung der Regierung.
    Ausgelöst durch die sinkenden Ölpreise, Venezuela zieht 90% seiner Staatseinnahmen aus Rohölexporten, ist das Land in eine gravierende Wirtschaftskrise gestürzt.
    Beamte wurden entlassen/beurlaubt. Mittlerweile ist selbst die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser gefährdet.
    Während das Volk auf die Straße geht und protestiert plündern und verwüsten andere die Städte.

    Für uns wird das ganze keine Auswirkungen haben. Aber die Lage ist exemplarisch für einen zerfallenden Staat
    Professioneller Zombie Jäger. (Entsorgung kostet extra)
  • gabs da nicht auch mal seitens der usa embargos vor ein paar jahren, die da eine rolle spielen? oder hab ich das falsch in erinnerung?

    wie auch immer, "sozialistisch" hin oder her, "präsident" maduro bzw. das regime dort nimmt immer mehr diktatorische züge an. mit sozialismus oder linker politik hat das nach meinem verständnis garnichts mehr zu tun. da kann er noch soviel erzählen, er wäre links oder sozialistisch. wenn er keine linke politik macht, ist er nicht links. und ein diktator ist niemals links. punkt.
  • Prepperkind schrieb:

    mit sozialismus oder linker politik hat das nach meinem verständnis garnichts mehr zu tun. da kann er noch soviel erzählen, er wäre links oder sozialistisch. wenn er keine linke politik macht, ist er nicht links. und ein diktator ist niemals links. punkt.
    Ohh, da könnte man jetzt eine herrliche Grundsatzdiskussion mit anstoßen, womit man einen ganzen Abend füllen könnte. Aber ich glaube, dass gehört jetzt nicht hier hin.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Realist ()

  • @Realist: da kannst du recht haben. und eine grundsatzdiskussion endet garantiert wieder im streit. nein, ist gut, hast recht, lassen wir das... mich regt das halt nur auf, wenn ich sowas immer wieder lese. und anderes/ähnliches .... .... *seufz*...ich halte meine klappe. bin schon still.... die gedanken sind ja frei...lalala :saint: :pinch: :whistling:
  • Ja, gab es. Zum einen ein Rüstungsembargo (spielt für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel kein Rolle...) und ein Embargo gegen den staatlichen Erdölkonzern PdVSA (dies betrifft aber nur Geschäfte zwischen PdVSA und dem Amerikanischen Staat).

    Die Schuld an der Krise liegt allein an der Sozialistischen Politik der venezolanische Regierung! Wer ausländische Konzerne verstaatlicht und die (Ingenieurs-)Stellen dann nach Parteimitgliedschaft und nicht Kompetenz vergibt, sowie Wartung sträflich vernachlässigt hat innerhalb kürzester Zeit Anlagen die nicht mehr vernünftig laufen. Des weiteren werden sich andere Firmen zweimal überlegen in diesem Land noch Geld in Produktionsmittel und Fabriken zu investieren wenn man Gefahr läuft jederzeit enteignet zu werden.
  • Ich war 2015 für einige Wochen in Venezuela unterwegs, da gabs schon heftige Reisewarnungen und hohe Mordraten, aber außerhalb von Caracas ging es schon.

    Prinzipiell hat das Land geniale Naturräume, die auf der Welt völlig einzigartigen Tafelberge (inkl. höchster Wasserfall der Welt), Urwald, Karabikstrände, Wüste(!), Savanne, Hochgebirge und vieles mehr...

    Es gibt prinzipiell viele Möglichkeiten zur Landwirtschaft und es gab auch eine durchaus diversifizierte Wirtschaft und auch eine ausgebaute Infrastruktur. Die Ruinen davon konnte man noch sehen.

    Allerdings hat sich das Land selbst vollkommen zugrunde gewirtschaftet unter Chavez und Maduro.

    Konzerne verstaatlicht, die Führung ersetzt durch kadertreue Versager, ein paar tausend Leute zusätzlich eingestellt die nix können und zu tun haben und die Produktion ist gleichzeitig auch noch dramatisch eingebrochen. Das betrifft alle Wirtschaftszweige und zieht sich nun über viele Jahre hinweg. Da ist eine ganze Generation die garnicht mehr weiß, wie Wirtschaft funktioniert, die stehen fast alle den ganzen Tag nur in der Gegend herum.

    Das Land wird ganz sicher kollabieren, das war vor 2 Jahren schon klar erkennbar, ob es danach wieder auf die Füße kommen kann ist fraglich, weil heute schlichtweg einer ganzen Generation das Know-How fehlt.

    Wenn die Hälfte Deiner Bevölkerung Polizei oder Militär spielt und sich an tausenden sinnlosen Straßensperren die Füße in den Bauch steht oder irgendwo an der Straße einen Mikrostand hat und der andere Rest den ganzen Tag Schlange steht, was soll dabei rauskommen?

    Als ich dort war kosteten 100 Liter Benzin umgerechnet ca. 4 Cent.

    Wenn es mal welches gab.

    Wie soll so ein Land funktionieren?

    MfG

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cephalotus ()

  • Prepperkind schrieb:

    HobbyPrepper schrieb:

    Sozialismus hat immer was mit Diktatur zu tun. Ist zwar ein schöner Gedanke endet aber immer in einer Diktatur
    ich korrigiere: es gab noch nie echten sozialismus. traurig, aber wahr.
    Ich korrigiere:
    Das ist keineswegs traurig, eher ein Glücksfall.
    Das war immer der Versuch des echten Sozialismus, letztendlich zeigt es was Sozialismus wirklich ist.
    Wie die vielen zuvor werden auch die nächsten 50 Versuche genau so enden....so wie Hobby das schon gepostet hatte.

    Hier kostenlos als PDF, sehr sehr lesenswert: roland-baader.de/neuauflage-kreide-fur-den-wolf/