Von den Alten lernen (solange es noch geht)

    • Von den Alten lernen (solange es noch geht)

      Fragt ihr euch nicht auch manchmal wie unsere Eltern/Großeltern/Urgroßeltern den Krieg und die Jahre danach überlebt haben?
      Die hatten keinen Bob, Inch, Edc, Microfaserschlafsack bis minus 40°C, Hobo, oder sonst welche tolle Survivalausrüstung.

      Bitte versteht mich nicht falsch, die Technik ist heute vorhanden und sollte natürlich auch zu unserem Vorteil genutzt werden.
      Aber dennoch waren unsere Vorfahren nicht dumm nur weil sie die Technik nicht hatten.

      Sie haben fehlendes high tech durch Fähigkeiten, Improvisation und Zusammenarbeit wet gemacht.

      Im Winter wurden Säcke voll Stroh in die Fensternieschen gestopft da es noch keine Zentralheizung gab, ein Ziegelstein wurde auf dem Holzofen erwärmt und mit ins Bett genommen weil es keine Wärmflaschen gab, es wurde geschlachtet, gepökelt, geräuchert, eingekocht, getrocknet...

      Jeder hatte irgendwelche Handwerklichen Fähigkeiten und damit wurde sich untereinander geholfen.
      Der eine hat Fische gefangen, der andere konnte Weidenkörbe flechten, der nächste Holz bearbeiten, Wolle spinnen, stricken, den Traktor reparieren, schmieden usw....
      Viele dieser alten Handwerkskünste und Techniken gehen uns verloren, weil sie in der modernen Welt mit ihrer Massenproduktion und Konsumgesellschaft einfach nicht mehr benötigt werden.
      Aber gerade in einer großen, langanhaltenden Kriese könnten uns solche alten Handwerksfähigkeiten wieder nützlich werden.

      Wenn ihr Vorfahren habt die solch alte Künste beherrschen, lasst es euch von ihnen beibringen bevor das alte Wissen ausstirbt.
      Ich bin mir sicher dass Opa auch stolz sein wird wenn sein Enkel zu ihm kommt und fragt ''Opa, kannst du mir bitte beibringen wie man ....... macht?'' und sein Wissen gerne weiter gibt.
      Und er wird sicher noch einige interessante Geschichten zum besten geben können was sie in der schlechten Zeit gemacht haben um über die Runden zu kommen.

      Ich habe von meinem Großvater das Weidenkörbe flechten und von meiner Großmutter das Wolle spinnen gelernt.

      Natürlich ist es bei der heutigen Jugend angesagter vor der Playstation zu sitzen als mit Opa abzuhängen, aber wenn der Strom dann weg ist wird sich zeigen wer seine Freizeit besser verbracht hat.



      Zum Schluss noch eine Improvisation aus der alten Zeit.

      Bei uns im Ort wurde schon immer gerne KALTES Schützenfestbier getrunken, deshalb gab es im Ort 2 Eiskeller.
      Dieses Waren eigentlich aber keine Keller.
      Der eine größere Schuppen bestand aus einer doppelten Holzwand die mit Stroh isoliert war, dieser musste aber vor ca.20 Jahren einem Wohnhaus weichen.
      Der andere ist massiv gebaut und steht heute noch.

      Im Winter wurden die Bierfässer dort eingelagert und mit einer ca. 2 Meter dicken Schicht Eis das aus Elbe und Seen in der Umgebung raus gesägt wurde ummantelt.
      Diese Eiskeller wurden dann erst wieder Mitte Juli zum Schützenfest geöffnet.
      Die 2 Meter Eisschicht war auf einen Meter zusammengeschmolzen und es gab eiskaltes Schützenfestbier.

      Auch solche Techniken könnten in einer länger dauernden Kriese nützlich sein, dann vielleicht nicht zum Bier kühlen, aber für Lebensmittel wäre es vielleicht etwas.

      DAS ALTE WISSEN DARF NUR NICHT AUSSTERBEN!!!
      Carpe "that fucking" diem!
    • Nordlicht schrieb:

      Fragt ihr euch nicht auch manchmal wie unsere Eltern/Großeltern/Urgroßeltern den Krieg und die Jahre danach überlebt haben?
      Die hatten keinen Bob, Inch, Edc, Microfaserschlafsack bis minus 40°C, Hobo, oder sonst welche tolle Survivalausrüstung.

      Bitte versteht mich nicht falsch, die Technik ist heute vorhanden und sollte natürlich auch zu unserem Vorteil genutzt werden.
      Aber dennoch waren unsere Vorfahren nicht dumm nur weil sie die Technik nicht hatten.

      Sie haben fehlendes high tech durch Fähigkeiten, Improvisation und Zusammenarbeit wet gemacht.

      Im Winter wurden Säcke voll Stroh in die Fensternieschen gestopft da es noch keine Zentralheizung gab, ein Ziegelstein wurde auf dem Holzofen erwärmt und mit ins Bett genommen weil es keine Wärmflaschen gab, es wurde geschlachtet, gepökelt, geräuchert, eingekocht, getrocknet...

      Jeder hatte irgendwelche Handwerklichen Fähigkeiten und damit wurde sich untereinander geholfen.
      Der eine hat Fische gefangen, der andere konnte Weidenkörbe flechten, der nächste Holz bearbeiten, Wolle spinnen, stricken, den Traktor reparieren, schmieden usw....
      Viele dieser alten Handwerkskünste und Techniken gehen uns verloren, weil sie in der modernen Welt mit ihrer Massenproduktion und Konsumgesellschaft einfach nicht mehr benötigt werden.
      Aber gerade in einer großen, langanhaltenden Kriese könnten uns solche alten Handwerksfähigkeiten wieder nützlich werden.

      Wenn ihr Vorfahren habt die solch alte Künste beherrschen, lasst es euch von ihnen beibringen bevor das alte Wissen ausstirbt.
      Ich bin mir sicher dass Opa auch stolz sein wird wenn sein Enkel zu ihm kommt und fragt ''Opa, kannst du mir bitte beibringen wie man ....... macht?'' und sein Wissen gerne weiter gibt.
      Und er wird sicher noch einige interessante Geschichten zum besten geben können was sie in der schlechten Zeit gemacht haben um über die Runden zu kommen.

      Ich habe von meinem Großvater das Weidenkörbe flechten und von meiner Großmutter das Wolle spinnen gelernt.

      Natürlich ist es bei der heutigen Jugend angesagter vor der Playstation zu sitzen als mit Opa abzuhängen, aber wenn der Strom dann weg ist wird sich zeigen wer seine Freizeit besser verbracht hat.



      Zum Schluss noch eine Improvisation aus der alten Zeit.

      Bei uns im Ort wurde schon immer gerne KALTES Schützenfestbier getrunken, deshalb gab es im Ort 2 Eiskeller.
      Dieses Waren eigentlich aber keine Keller.
      Der eine größere Schuppen bestand aus einer doppelten Holzwand die mit Stroh isoliert war, dieser musste aber vor ca.20 Jahren einem Wohnhaus weichen.
      Der andere ist massiv gebaut und steht heute noch.

      Im Winter wurden die Bierfässer dort eingelagert und mit einer ca. 2 Meter dicken Schicht Eis das aus Elbe und Seen in der Umgebung raus gesägt wurde ummantelt.
      Diese Eiskeller wurden dann erst wieder Mitte Juli zum Schützenfest geöffnet.
      Die 2 Meter Eisschicht war auf einen Meter zusammengeschmolzen und es gab eiskaltes Schützenfestbier.

      Auch solche Techniken könnten in einer länger dauernden Kriese nützlich sein, dann vielleicht nicht zum Bier kühlen, aber für Lebensmittel wäre es vielleicht etwas.

      DAS ALTE WISSEN DARF NUR NICHT AUSSTERBEN!!!

      gebe dir recht...
      hab aber einen möglichen Fehler gefunden




      ein Ziegelstein wurde auf dem Holzofen erwärmt und mit ins Bett genommen weil es keine Wärmflaschen gab---> gab es schom......aber ziegelsteine können nicht auslaufen und sind billiger wie die aluteile...
    • Leider leben meine Großeltern nicht mehr, aber dafür meine Eltern.
      Mein Vater macht fast alles selbst. Schinken, Wurst, Marmelade, Brot etc. Er kann vieles selbst reparieren und mit Elektrik kennt er sich aus.

      Ich z.b binde meine Kinder einfach da ein, was ich mache. Ich und meine Kinder haben ein Bugoutbag. Wenn ich meine Kräuter beflanze, dann sind mit dabei. Und ich mache mit Ihnen viel draußen z.b in den Wald gehen, im Seee schwimmen gehen etc. ich möchte einfach, dass meine Kinder mit der Natur groß werden so wie ich. Bei meinen Eltern in der Nähe gibt es extra so ein Kinderbauernhof, wo man Landtiere hautnah erleben kann, wo man die Tiere füttern kann etc.

      Natürlich ist viel Wissen leider verloren gegangen, denn meine Großeltern sind auf dem Land groß geworden.Meine Eltern sind teils auf dem Land groß geworden und meine Brüder und ich in der Stadt.
      Dennoch habe ich einen Großteil und über Jahre hinweg in den Sommerferien meiner Tante in Polen besucht, die ein kleinen Hof hat. Sie hatte damals Hühner, Kaninchen, Hunde, Katzen und eine Ziege. Natürllich wurde auch angebaut wie Salat, Erdbeeren, Sonnenblumen, Möhren, Kohl, Erbsen, Gurken, Stachelbeeren, Radieschen.
      Auch hatten meine Tante und Onkel einige Apfelbäume und Weinreben. Was ich mitgekriegt hatte, war die Nachbarschafthilfe, man Onkel hat z.b mitgeholfen bei der Ernte bei den nachbarn und als dank bekam er z.b Honig, weil der Nachbar auch Imker war oder von der Nachbarin frische Milch von der Kuh etc.
    • meine großeltern leben auch nicht mehr, bis auf eine oma, aber die ist schwer krank (wurmpsychose) und ich habe schon lange keinen kontakt mehr zu ihr.

      ich weiß jetzt nicht genau, ob das zum thema passt, aber es gibt darüber bücher/heftreihen, "einfälle statt abfälle" und "wie baue ich mir selbst... "
      es gibt da einen internetshop (mir ist der name gerade entfallen), der diese und weitere bücher über z. b. lehmofenbau, hüttenbau, selbstversorgung, lebensmittel haltbar machen, heimhandwerk, imkerei, handarbeit etc. im angebot hat. vielleicht hilft da ja google weiter...
    • Die Alten :rolleyes: also mein Opa und auch die Eltern haben mir schon zu Kinderzeiten beigebracht wie man Kartoffeln lagert
      oder richtig einkocht sowie das fachgerechte schlachten und zerlegen von (angefahrenen Tieren) Wild und leider auch meinen Kaninchen.

      Das und noch sehr viel mehr helfen mir heute und ich versuche das an meine Kinder weiterzugeben, außer das mit den Tieren
    • Ich will nicht behaupten, ich hätte von meinen Großeltern nichts gelernt und keine Geschichten erzählt bekommen.
      Ich habe als Kind mit Opa Bögen und Pfeile aus Hasel gebaut, war angeln, hab mit Oma gekocht und gebacken, Kartoffeln, Kräuter, Erdbeeren und co gepflanzt und natürlich geerntet.
      Kleine Anekdote am Rande, wenn man als Kind, während des Krieges, ein Sturmgewehr im Bach findet, nicht einfach abdrücken, sondern den Abzug mit einer Schnur aus sicherer Entfernung betätigen. Die Knarre könnte einem um die Ohren fliegen :D

      Ich bin aber auch Reenacter, interessiere mich fürs Mittelalter, aber auch frühere Epochen und habe mir im Rahmen dessen über learning by doing oder private wie museale Kursangebote unter Anleitung wesentlich mehr Wissen im Bereich Survival und Prepping angeeignet.
      Vom Feuer machen und jagen (Bogenschießen) über nähen, Lederarbeiten und Holz drechseln bis hin zu Metallverarbeitung wie Zinngießen, Schmieden, Sarwürkerei (Kettenhemden bauen). Dazu kommen noch Kochtechniken über offenem Feuer, das Wissen um moderne und alte, vor allem regionale, Nahrungsmittel und ein, derzeit noch sehr rudimentäres Heilkräuterwissen.
      Vieles davon ist natürlich nicht weit weg vom einfachen theoretischen Wissen, weil einfach im modernen Leben die tägliche Routine fehlt.
      Aber grundsätzlich würde ich sagen, dass ich, auch weil für vieles (zb. Kochgeschirr, Bogen und Pfeile, sowohl mit Scheibenspitzen, wie auch historischen Jagd- und Bodkinspitzen usw.) Equipment vorhanden ist, besser auf einen Ernstfall vorbereitet bin, als manch anderer, der nicht weiter denkt, als bis zur nächsten Folge von Walking Dead^^