Vorstellung und Anleitung zum Messerbau

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    • Falls ich wirklich mal in die Verlegenheit kommen sollte, die Legierung aus meinem "postapokalyptischen Schmelztiegel" (dieses Wort allein ist schon Weltklasse an sich ^^ ; wie bist Du darauf nur gekommen?) in einem Schmiedevorgang ausformen zu wollen:

      1. Wieviel Material gramm / Volumen braucht man denn für ein die gesetzliche Klingengröße nicht überschreitendes Survival-Messer?
      2. Ist eine bestimmte Schmelztiegelform zum Ausschmieden vorteilhaft, oder wird aus dem Schmeltiegel dann nochmal in eine Rohlingform umgegossen, eine definierten Rohling zu erhalten?
      3. Ggf., womit kann ich denn einen 2'000 Grad heißen Schmelztiegel festhalten, um ihn auszugießen?


      Consuli

      P.S.: Bitte keine Running-Gags über "consuli's postapokalyptischen Schmelztiegel". ;) Auch wenn es lustig klingt, hat dieses Unterthema imho seine Berechtigung, auch für den einen oder anderen vielleicht zu technisch und zu wenig entertaining sein mag (dauert auch nicht mehr lang).
      Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von consuli ()

    • Besorg dir erst einen Schmelzofen, bevor du dich mit so lächerlichem wie Volumen auseinander setzt. Im zweifel machste halt ein paar Gramm mehr.
      Vom Gußformenbau ganz zu schweigen.
      Bis du das hast, ist es Wirtschaftlicher viele Messer und Beile zu kaufen.
      Nachdem du offensichtlich auch kein Metaller bist... kauf hochwertige Produkte die lange leben, da ist die persönliche Verletzungsgefahr sehr viel geringer.
      Haben und nicht brauchen ist besser als brauchen und nicht haben.
    • consuli schrieb:

      Wäre ein High Frequency Induction Heater für Kleinserien nicht die bessere Esse-Variante?

      Blauer schrieb:

      Besorg dir erst einen Schmelzofen, bevor du dich mit so lächerlichem wie Volumen auseinander setzt. Im zweifel machste halt ein paar Gramm mehr.
      Vom Gußformenbau ganz zu schweigen.
      Bis du das hast, ist es Wirtschaftlicher viele Messer und Beile zu kaufen.
      Nachdem du offensichtlich auch kein Metaller bist... kauf hochwertige Produkte die lange leben, da ist die persönliche Verletzungsgefahr sehr viel geringer.

      Das ist bei einem High Frequency Induction Heater ja eben genau anders. Die Indukstionsschleifen eines Induction Heaters geben die (maximale) Größe des Schmelztiegels vor! Also muss man, bei dieser Bauart von Schmelzofen, schon vorher die Mengen wissen.

      Consuli
      Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.
    • Ab vom Derzeitigen Thema möchte ich euch meine neuste Kreation zeigen Kleiner Jäger aus 1.1248 mit 6mm Stärke Griff aus Maserbirke und Pink Ivory Unter und Zwischenlage Aus Kupfer Pins sind aus Messing ebenfalls 6mm Stark. Scheide aus Walkleder Nassanformung und Punziert
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    • Josef schrieb:

      consuli schrieb:

      Wieviel Material gramm / Volumen braucht man denn für ein die gesetzliche Klingengröße nicht überschreitendes Survival-Messer?
      Das hängt von vielen Faktoren ab, die nur du selbst wissen kannst, z. B.:
      • gewünschte Klingendicke
      • schmaler Erl vs. Fulltang
      • Klingenform
      • Klingenschliff

      Ich habe für Frage zwischenzeitlich eine nicht-mathematische Näherung gefunden:

      Man nehme zwei Volumenmesszylinder, tauche die Klinge des Vorbildmessers (ohne Griff) in einen randvollen Messzylinder ein und lasse das Wasser überschwappen.

      Falls die Messskala des Volumenzylinders nicht bis zum Rand geht, mit dem zweiten Messzylinder wieder auf bis randvoll auffülen und nachschauen, wieviel Wasser im zweiten Messzylinder fehlt.

      Zu dem reinen Klingenvolumen addiert man dann überschlagsweise noch das Volumen des Klingenteils im Griff (außer man plant einen Metallgriff anzuschweißen).

      Consuli
      Die professionellen Prepper waren diejenigen, die die richtigen Eventualitäten vorbereitet hatten.
    • @Blauer und @consuli

      Sollten euren gegenseitigen Anfeindungen weiter gehen werdet ihr vorrübergehend Gesperrt. Ich schaue mir dieses respektlose "gelaber" nicht länger an.

      Beachtet die Forenregeln und geht respektvoll miteinander um oder ignoriert euch!
      Mein YouTube Kanal: BugOutSurvival NRS

      Mein Blog: BugOutSurvival Info Blog

      This is Survival of the Fittest !
      S
      tay Tuned and Be Prepared!
    • Consuli jetzt versteh ich dich nicht. Du rechnest Seitenlang in dem thread mit der Bedrohungslage und hier willst ganz einfache Rechnungen nicht machen.


      Länge • breite (Klinge) + Länge • breite (Erl (und evtl. rest))

      Das ganze dann mal die max breite und nochmal mal 7.85.

      Mal doch mal das Messer mit Maßen auf und ich sag dir was es wiegt
      Professioneller Zombie Jäger. (Entsorgung kostet extra)
    • So nach langer Pause ging es an das nächste Messer. Mein großes Santoku Küchenmesser sollte einen kleineren Bruder bekommen. Für großes Gemüse ist das Santoku zwar super aber für feinere Arbeiten dann doch zu groß. Die Schablone wurde dieses mal nur aus Papier gemacht. Der Hauptgrund war das Abzeichnen eines vorhandenen Messers.

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      Der Stahl ist wieder der 1.2235 in 3,2mm Stärke. Zwei Besonderheiten sind hier anders gelöst als beim großen Santoku. Der Übergang vom Griff zur Klinge hat keine Stufe sondern einen runden Übergang. Finde das viel bequemer für die Finger. Ebenso der Übergang am Klingenrücken. Gerade wenn man umgreift oder das Messer seitlich führt ist es einfach besser.

      Die meiste Schleifarbeit habe ich mit meinem neuen DIY Bandschleifer gemacht. Geht viel schneller als per Hand. Für die Feinarbeiten fehlte mir dann aber das Gefühl mit der neuen Maschine weshalb hier wieder auf Handarbeit zurückgegriffen wurde.

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      Die Griffvariante stand hier auf den Bildern noch nicht fest deshalb das Full Tang Design.

      Den Rest vom Bau stelle ich die Tage dann online.
    • Nach kurzer Überlegung stand die Griffvariante auch fest. Es sollte eine Steckangel werden mit einem Holzgriff. Um die Sache ein wenig interessanter zu machen sollte der Holzgriff in Segmente unterteilt und farblich getrennt werden. Ich habe also zuerst den kompletten Griff ausgearbeitet und dann zerschnitten. Zwischen die Schnittstellen kam eine Lage schwarzes Baumwollgewebe. Dann wurde alles mit Epoxy verklebt und verfüllt. Leider habe ich keine Bilder von der Griffherstellung gemacht daher ist das nächste Bild schon mit dem angebrachten Griff in Rohform.

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      Beim letzten Santokumesser hatte ich zu wenig Öl aufgetragen und beim ersten Abwaschen quillte das Holz ein wenig auf. Um dies zu vermeiden habe ich eine Getränkedose als Behälter genutzt und den Griff 24 Stunden ins Öl gestellt. Massig Zeit um sich vollzusaugen.

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      Leider war auch die Trocknungszeit dementsprechend. Etwas über eine Woche hat es gedauert bis ich drüberschleifen konnte. Dafür war alles sehr glatt und gut gesättigt. Als Öl habe ich eine Kombination aus Hartöl und Beize benutzt. Der Griff sollte dunkler werden als beim letzten Messer und das Ergebnis finde ich mehr als gelungen.

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      Optisch sieht das Ganze schon sehr hübsch aus. Der Finale Schliff mit Wasserschmirgel kommt noch sobald die letzte Ölschicht wirklich durchgehärtet ist. Deshalb sieht man noch kleinere Kratzer.